Dienstag, 30. Juni 2015

12tel-Blick Juni 2015




Wie an jedem Monatsende zeige ich heute meinen Gartenblick .


Ende Juni 2015

  
 Und weil die Bauernpfingstrosen (Paeonia officinalis) und Schwertlilien (Iris barbata elatior)  vor 14 Tagen noch blühten, gibt es auch einen Blick zur Monatsmitte :


Mitte Juni 2015

  
 Jedes Frühjahr warte ich voller Ungeduld auf diese intensiv blühende Pfingstrose...

20. April

29. Mai

..und die Hummeln wohl nicht minder:

7. Juni

Die Echte Pfingstrose ist ein Pollenspender von besonderem Wert

10. Juni

...und wie jedes Jahr ist der Blütenzauber in kurzer Zeit verflogen und die Balgfrucht bereits geschnitten!  


Auch die Schwertlilien sind inzwischen welk.

Ist das eine "Natchez Trace"??


Und hier wieder der Blick vor zehn Jahren im Juni 2005:


Mitte Juni 2005


Die damals noch üppig blühende weiße Kletterrose (ich weiß ihren Namen gar nicht…) ist jetzt von Efeu und wildem Wein zugewuchert. Ich hatte schon vergessen, daß sie dort wuchs und nun bahnt sie sich ihren Weg an die Spitze des Rankgitters.


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Liebe Grüße
Kathinka

Montag, 22. Juni 2015

Chili – Erntezeit und Barbecue-Lachsfilet


Die ersten Chilis sind rot und folglich wohl reif. 
Was die korrekte Erntezeit betrifft, bin ich völlig unerfahren. 
Ich pflücke zunächst zwei Stück, die ich in einer äußerst leckeren Marinade für Lachsfilet verarbeite. Chili „Cayenne“ gehört zu den schärferen Sorten , und da ich recht empfindlich reagiere, trage ich bei der Verarbeitung Handschuhe.



Rezept für 4 Personen: 

4 TL Honig
1 EL Olivenöl
6 EL Sojasauce
einige Tropfen Tabasco
Salz
Pfeffer
miteinander verrühren und die in Scheiben geschnittenen Chilis dazugeben;
wer es nicht so scharf mag, sollte die Kerne mitsamt der weißen Haut entfernen.

4 bis 6 Lachsfilets  (je nach Größe oder Appetit)
mit der Marinade übergießen und für mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen.



Die Lachsfilets in einer Schale auf dem Grill oder im Backofen ca. 10-15 Minuten grillen und zur Halbzeit wenden.

Vom gegrillten Lachs habe ich leider kein Foto, das hatte ich völlig vergessen! Der Appetit war wohl zu groß!

Bei uns gibt es dazu grünen Spargel.

Guten Appetit!
Eure Kathinka

Donnerstag, 18. Juni 2015

Offene Gartenpforte - Zu Besuch im Landhausgarten mit Töpferei


Letzten Sonntag waren wir unterwegs in den "Offenen Gärten." Unser Weg führte uns nach Lahstedt im Landkreis Peine in einen idyllischen Garten im Landhausstil, entstanden auf dem 4500 qm großen Gelände eines Resthofes mit Töpferei. 


  Die Besitzerin führt während der "Offenen Pforte" einmal täglich (ab einer Gruppengröße von 10 Personen auch nach Absprache) durch ihren Garten und berichtet mit viel Sachverstand. 
   
 

Besonders begeistert waren wir von dem ganz in blau und weiß gehaltenen romantischen Senkgarten mit Natursteinmauer. Lediglich die Fingerhüte dürfen sich aussamen und bleiben, obwohl ihre Farbe nicht ganz in das Konzept paßt. Zwei verwitterte halbrunde Stufen führen an beiden Längsseiten hinab, während eine akkurat geschnittene Eibenhecke den Senkgarten zusätzlich umschließt und für ein besonderes Klima sorgt. Hier war es dadurch spürbar wärmer und es sei noch nie etwas durch Frost eingegangen, berichtet die Hausherrin.


In der Mitte des Senkgartens steht ein von weißen Kletter- und Ramblerrosen umrankter romantischer Pavillon, der schon mehrfach für Brautpaare als Fotokulisse diente.


Interessantes hatte sie über Buchsbäume zu berichten. Aus dem Norden würde der extrem aggressive Pilz (Cylindrocladium buxicola ) und aus dem Süden der Buchsbaumzünsler einwandern und den Buchs befallen.  In Hannover-Herrenhausen sei der Pilz bereits angekommen und die Gärtner sehr verzweifelt, weil nichts dagegen helfe. Ich als Hannoveranerin habe allerdings noch nichts davon gehört; im Frühjahr sah ich mir die großen Buchsbäume im Stadtpark und im Berggarten (Herrenhäuser Gärten) genau an, einen Befall konnte ich damals nicht feststellen.
Jedenfalls sei ihr Buxus bisher nicht befallen, und sie gibt Tipps für den Formschnitt:
Möglichst nicht im Sommer sondern bei Kälte schneiden.  Nach dem Schnitt den Buchs durch speziellen Dünger stärken und drei Tage lang mit einem nassen Tuch bedecken. Das Eindringen des Pilzes in die frischen Schnittstellen werde dadurch verhindert
Nun bin ich etwas ratlos, denn bisher erfolgte mein Buchsrückschnitt mit anschließender Düngung im Juni. Nach meinem Kenntnisstand  ist das der günstigste Monat, auch für Stecklinge; spätestens im August sollte geschnitten sein , weil der Buchs sonst Frostschäden bekomme und der Pilz gerade bei Feuchtigkeit gut eindringen könne. 
Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?


Funkien wachsen in Zinkwannen und –kübeln und bleiben ganzjährig draußen. Ihr Tipp: niemals frisch gekaufte Funkien direkt ins Beet pflanzen, weil sich oft Giersch darin verberge.

 


Im Laufschritt durch die Besuchermenge: chinesische Laufenten auf ihrem Weg zum Teich. Sie sorgen für einen schneckenfreien Garten.


 

Viele lauschige Sitzplätze mit romantischen Dekorationen gibt es zu bewundern…

 

Schöne Idee: riesige Blätter statt Tischdecke

Ein Hingucker im Lavendelfeld: die eiserner Wildschweinfamilie

 Selbstverständlich gab es reichlich Kuchen und Kaffee (Erlös für soziale Zwecke). Und nicht ganz unwichtig in einem privaten Garten: es sind auch Toiletten vorhanden.

Im September wird der Garten unter dem Motto "Dahlienblüte" wieder zu besichtigen sein. 

Auch wenn die Fotos bei Sonnenschein wohl brillanter wären, wollte ich Euch den Garten unbedingt zeigen; wir waren sehr begeistert.

Beste Grüße
Eure Kathinka 

Samstag, 13. Juni 2015

Günstige Alternative zum Tomatengewächshaus

Unser Gartengerätehäuschen ist in die Jahre gekommen. Zweimal gönnte ich ihm einen neuen Anstrich, flickte die Dachunterkonstruktion und tauschte die Giebelbalken aus. Die Türen verziehen sich immer stärker und wehren sich gegen eine Justierung. Das Holz der Bodenplatte löst sich langsam auf. 

Vielleicht hält es noch zwei Jahre durch; zu retten ist es nicht. Ein Austausch kommt momentan nicht infrage, für dieses Jahr stehen andere Projekte auf unserer Liste.  Ein Gewächshausanbau lohnt definitiv nicht. Ich fand auch keine passende Größe im erschwinglichen finanziellen Rahmen. Der zur Verfügung stehende Platz ist klar definiert: ich benötige ein Tomatenhaus von 180 cm Breite und 65 cm Tiefe, das wegen des maroden Gerätehauses auch nur für zwei Jahre stehen bleibt und entsprechend günstig und schlicht sein sollte.
Die Tomaten wachsen äußerst üppig und benötigen dringend ein Dach über dem Kopf. Es mußte also schnell gehen - wir kauften einen Kaminholzunterstand als günstige Interimslösung.

Der  Gartenboden neben dem Schuppen ist von sehr geringer Qualität, vorwiegend sogenanntes Mineralgemisch, das wohl als Unterbau für den angrenzenden Gehweg diente und üppig verteilt wurde. Ein Bodenaustausch ist mir zu mühsam, die Tomaten bleiben in ihren Kübeln. Stattdessen erweiterte ich die Pflasterung neben dem Schuppen. Es waren nur 40x40 Betonplatten, dennoch hat mich das Verlegen von fünf Platten völlig erschöpft. Das Alter (nicht nur des Gerätehauses) fordert seinen Tribut. 


Von der letzten Geräteschuppenstreichaktion hatte ich noch Farbe übrig (ich schmeiß ja nichts weg…), der Unterstand erhielt einen Anstrich.


Schlußendlich entpuppte sich der günstige Fertigteilanbau als sehr arbeitsintensiv, nichts war vorgebohrt, und er paßte ganz knapp nicht unter das Dach des Gerätehauses. Wir mußten nicht nur schrauben, sondern auch bohren und sägen!

Die Foliengewächshäuser schob ich zusätzlich in den Anbau, denn Wind würde den Regen in den Unterstand peitschen. Die Tomaten benötigen noch einen vertikalen Regenschutz, ich arbeite noch an der zündenden Idee…


Und nun das Beste zum Schluß: 

Die ersten Chilis sind zwar klein aber schon rot

Die Tomaten sind kräftig gewachsen und blühen

Die ersten kleinen grünen Früchtchen

Liebe Grüße
Eure Kathinka