Letzten Sonntag waren wir unterwegs in den "Offenen Gärten." Unser Weg führte uns nach Lahstedt im Landkreis Peine in einen idyllischen Garten im Landhausstil,
entstanden auf dem 4500 qm großen Gelände eines Resthofes mit Töpferei.
Die
Besitzerin führt während der "Offenen Pforte" einmal täglich (ab einer
Gruppengröße von 10 Personen auch nach Absprache) durch ihren Garten und
berichtet mit viel Sachverstand.
Besonders begeistert waren wir von dem ganz in blau und weiß gehaltenen romantischen
Senkgarten mit Natursteinmauer. Lediglich die Fingerhüte dürfen sich aussamen
und bleiben, obwohl ihre Farbe nicht ganz in das Konzept paßt. Zwei verwitterte halbrunde
Stufen führen an beiden Längsseiten hinab, während eine akkurat geschnittene
Eibenhecke den Senkgarten zusätzlich umschließt und für ein besonderes Klima sorgt. Hier war es dadurch spürbar wärmer und es sei noch nie etwas durch Frost
eingegangen, berichtet die Hausherrin.
In der Mitte des Senkgartens steht ein von weißen
Kletter- und Ramblerrosen umrankter romantischer Pavillon, der schon mehrfach
für Brautpaare als Fotokulisse diente.
Interessantes hatte sie über Buchsbäume
zu berichten. Aus dem Norden würde der extrem aggressive Pilz (Cylindrocladium buxicola ) und aus dem Süden
der Buchsbaumzünsler einwandern und den Buchs befallen. In Hannover-Herrenhausen sei der Pilz bereits
angekommen und die Gärtner sehr verzweifelt, weil nichts dagegen helfe. Ich als Hannoveranerin habe allerdings noch nichts davon gehört; im Frühjahr sah ich mir die großen Buchsbäume im Stadtpark und im Berggarten (Herrenhäuser Gärten) genau an, einen Befall konnte ich damals nicht feststellen.
Jedenfalls sei ihr Buxus bisher nicht befallen, und sie gibt Tipps für den Formschnitt:
Möglichst nicht im
Sommer sondern bei Kälte schneiden. Nach
dem Schnitt den Buchs durch speziellen Dünger stärken und drei Tage lang mit
einem nassen Tuch bedecken. Das Eindringen des Pilzes in die frischen Schnittstellen
werde dadurch verhindert.
Nun bin ich etwas ratlos, denn bisher erfolgte mein
Buchsrückschnitt mit anschließender Düngung im Juni. Nach meinem Kenntnisstand ist das der günstigste Monat, auch für Stecklinge; spätestens im August
sollte geschnitten sein , weil der Buchs sonst Frostschäden bekomme und der Pilz gerade bei Feuchtigkeit gut eindringen könne.
Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?
Funkien wachsen in Zinkwannen und –kübeln und bleiben
ganzjährig draußen. Ihr Tipp: niemals frisch gekaufte Funkien direkt ins Beet
pflanzen, weil sich oft Giersch darin verberge.
Im Laufschritt durch die Besuchermenge: chinesische Laufenten auf ihrem Weg zum Teich. Sie sorgen für einen
schneckenfreien Garten.
Viele lauschige Sitzplätze mit romantischen Dekorationen gibt es zu bewundern…
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| Schöne Idee: riesige Blätter
statt Tischdecke |
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Ein Hingucker im Lavendelfeld: die eiserner Wildschweinfamilie
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Selbstverständlich gab es reichlich Kuchen und Kaffee
(Erlös für soziale Zwecke). Und nicht ganz unwichtig in einem privaten Garten: es sind auch Toiletten vorhanden.
Im September wird der Garten unter dem Motto "Dahlienblüte" wieder zu besichtigen sein.
Auch wenn die Fotos bei Sonnenschein wohl brillanter wären, wollte ich Euch den Garten unbedingt zeigen; wir waren sehr begeistert.
Beste Grüße
Eure Kathinka