Freitag, 10. April 2015

Englische Gärten - Sissinghurst Castle Garden / Kent



Auf unserer Südenglandreise durfte die Besichtigung des meistbesuchten Garten Englands - Sissinghurst Castle Garden -  nicht fehlen.  Um den Garten zu schonen, ist  die Besucherzahl  limitiert, bei großem Andrang müssen Besucher bis zum nächsten Einlaß Wartezeiten in Kauf nehmen, das ist uns im Juni zum Glück nicht passiert. 

Das Paar Vita Sackville-West und Harold Nicolson hatte das verfallene Landgut Anfang der 30er Jahre erworben und schuf aus einer Brennesselwüste ein romantisches Gartenparadies.
Von alten Mauern und hohen Eibenhecken voneinander getrennt, ist der Garten in zehn Gartenzimmer unterteilt.  

 Der Weiße Garten ist wohl der bekannteste unter ihnen. Er ist etwas ganz Besonderes und traumhaft schön. 

Am Eingang zum Weißen Garten dominieren die orangerot blühenden Pflanzen. Beeindruckend, wie konsequent das Farbkonzept umgesetzt ist!


Der Obstgarten mit Blick auf den Doppelturm. Dieser Turm ist das älteste noch erhaltene Gebäude.

 Blick vom Turm in den Unteren Hof... 


 
...und in die Gartenzimmer


Wohl eines der meist fotografierten Motive:  der Cottagegarten im Planzenfarbspektrum von gelb bis orangerot mit Blick auf das Cottage. Der blaue Pflanzkübel im Zentrum ist von vier kegelförmigen Eiben umringt.


Das Cottage 
Hier würde ich sofort einziehen (wenn nicht die vielen Besucher wären ;o)!



Diese klassische Gartenbank wurde im frühen 20. Jahrhundert von dem renommierten Gartenarchitekten Sir Edwin Landseer Lutyens entworfen. Lutyens hat mit der ebenfalls sehr bekannten Gartengestalterin und "Mutter des englischen Landhausstils" Gertrude Jekyll zusammen gearbeitet.
Inzwischen steht ein baugleiches aber kürzeres Modell dieser Gartenbank auch in meinem Garten...(für das Cottage hat es leider nicht gereicht).

Eure Kathinka

Donnerstag, 2. April 2015

Marode Schönheiten vom Dachboden

 Meine Tochter ist umgezogen und bat mich, ihren Dachboden zu räumen, auf dem ich vor vielen Jahren einige Kartons gelagert und dann völlig vergessen hatte. 
Mich traf der Schlag!
Tagelang arbeitete ich mich durch die Umzugskisten, habe vieles weggegeben oder -geworfen aber auch einige Schätzchen, die ich verloren glaubte, wieder gefunden. Neben meinen ersten Schulheften ein Paar weiße Kinderschuhe, mein Taufkleid, gehäkelte Erstlingsgarnitur mit Mützchen, gestricktes rosa Pullöverchen mit Häkelrock und der Knaller: 

ein recht verschlissenes rosa Leibchen mit Strapsen! Für mich eine marode Schönheit!



Ja, wir Mädchen trugen noch lange Strümpfe wie die Struwwelliese aus dem 50er-Jahre-Bilderbuch, die ich damals für ihren ungebrochenen Eigensinn sehr bewunderte… Strumpfhosen wurden erst später erfunden.


(Bild Struwwelliese: Schwager&Steinlein Verlag)



Alles habe ich einmal getragen! 
Und weil ich einen ganz besonderen Bezug zu diesen Kleidungsstücken habe, sind diese jetzt an meinem Schlafzimmer-Paravent drapiert, und ich erfreue mich daran.

Kathinka 




 

Ein Beitrag für Juttas Projekt "Marode Schönheiten"

(Liebe Jutta, ich verlinke diesen Beitrag jetzt mal augenzwinkernd unter Deinem Projekt, wenn Du ihn unpassend findest, kannst Du ihn gerne löschen...)