In meinem letzten Post hatte ich über die
Sonderausstellung im hannöverschen Berggarten berichtet. Auch der Berggarten selbst ist
mit seinen diversen Schauhäusern und Themengärten, wie Präriegarten,
Staudengarten, Moorweiher, Paradies, Heide und weiteren einen Besuch wert.
Zunächst
als Küchengarten angelegt, entwickelte er sich unter
dem Einfluß von Kurfürstin Sophie, die ein starkes Interesse an
exotischen Gewächsen zeigte, zu einem botanischen Garten mit
Gewächshaus.
Auch südländische Pflanzen, wie Tabak und Maulbeerbäume wurden gezogen. Die Blätter des Maulbeerbaumes dienten den Seidenraupen der königlichen
Seidenmanufaktur als Futter.
In einem der
Schauhäuser befindet sich die größte Orchideensammlung Europas.
Infos zu den weiteren
Schauhäusern sind hier und zu den Themengärten sind hier zu finden.
Am Ende der Lindenallee, von einem U-förmigen
Eichenhain umgeben, steht das Mausoleum. Es wurde 1841 von König Ernst-August
für seine verstorbene Gattin Friederike erbaut und befindet sich noch heute im
Besitz der Welfen.
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Blick
auf das Mausoleum, Grabstätte der hannöverschen Königsfamilie
(Foto März 2015) |
Leider ist es wie das gegenüberliegende Fürstenhaus nicht
mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Als letzte Bestattung fand 1980 die Tochter Kaiser Wilhelms
II. (Viktoria Luise von Preußen) vor dem Mausoleum ihre letzte Ruhestätte. Auch
Georg I. König von Großbritannien wurde hier
später beigesetzt.
Die 300 Jahre alten Linden der Berggartenallee sollten gefällt werden.
Doch in ihren morschen
Stämmen wurde der seltene Juchtenkäfer entdeckt.
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Blick auf das im Jahr 2013 wieder aufgebaute Schloß Herrenhausen
(Foto aus März 2015) |
Es ist die wohl größte Juchtenkäferpopulation Niedersachsens. Weil der Käfer
unbedingt zu schützen , die Sicherheit wegen der morschen Bäume jedoch nicht zu gewährleisten ist, mußte der gesamte
Bereich für Besucher gesperrt werden .
Geplant war die Umsiedlung der Käfer und eine anschließende Baumfällung und Neuanpflanzung. Da eine Umsiedlung für die kleinen Krabbler zu riskant gewesen wäre, ist jetzt stützen und stutzen die Devise: bis zum nächsten Frühjahr sollen die Linden abgestützt und zurück geschnitten sein.
Wer sich von dem abgesperrten Bereich nicht abschrecken läßt, kann den Berggarten (und die Sonderausstellung bis zum 22.11.) während der Wintersaison von 9:00 bis 16:30 Uhr besichtigen.
Auf dem Gelände befindet sich seit 2007 auch das Sea-Life Hannover, ein Tropenaquarium mit Gastronomie. Das Gebäude wurde im Rahmen eines
EXPO-Projekts im März 2000 ursprünglich als Regenwaldhaus errichtet. Es
steht auf dem Platz des im 2. Weltkrieg zerstörten Palmenhauses.
Viele Grüße
Eure Kathinka